Akupunkturpunkte

Akupunktur

Die Akupunktur ist eine medizinische Methode, die seit über 4000 Jahren in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) Anwendung findet. Sie hat sich seitdem unverändert erhalten und ist bewährt.

Gesundheit bedeutet in der chinesischen Medizin der “Zustand des Organismus, der das Fließen von Qi harmonisch und ungehindert durch alle Körperbereiche zulässt“. Für die Chinesen ist Qi die „allem Lebendigen innewohnende Lebenskraft der Natur“. Qi ist das Leben selbst, ständig in Bewegung, fließend, Veränderungen hervorbringend.  Yin und Yang sind die beiden Teile des Qi. Sie sind einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene Kräfte oder Prinzipien.

Die Ursache von Erkrankungen liegt in einem gestörten Fluss des Qi oder in einem Ungleichgewicht zwischen Yin und Yang. Der Akupunkteur stimuliert mit Hilfe feiner Nadeln bestimmte Punkte auf den Qi-Leitbahnen, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Damit wird das Gleichgewicht zwischen Yin und Yang wieder hergestellt. Die Qi-Leitbahnen werden auch Meridiane genannt.

Mit Akupunktur läßt sich Gestörtes behandeln und heilen. Aber Zerstörtes kann auch die Akupunktur nicht mehr wieder herstellen.

Ohrakupunktur

Der französische Arzt Paul Nogier (1908-1996) hat Beziehungen und Wechselwirkungen zwischen bestimmten Punkten auf dem Ohr und dem Körper erkannt. In der Ohrmuschel sind die Reflexzonen der Körperorgane so angeordnet, dass sie das Bild eines auf dem Kopf stehenden Embryos ergeben.

Der Arzt untersucht bei der Diagnose die verschiedene Punkte auf dem Ohr. Ist ein Punkt empfindlich auf Druck, also schmerzt diese Stelle, dann weist das auf eine Schwächung oder Erkrankung des entsprechenden Organs hin. Mit dem Stechen dieser Punkte am Ohr werden die Organe stimuliert und behandelt.

Auch hier gilt das Prinzip, dass sich das Ganze in einem Teil abbildet, beispielsweise der Körper mit seinen Organen im Ohr, an den Füßen (Fußreflexzonenbehandlung), am Schädel (neue Schädelakupunktur nach Yamamoto) oder am Unterschenkel (NPSO).

Yin und Yang

Yin und Yang

In der Traditionellen Chinesischen Medizin entwickelte sich aus dem Gegensatz von yang = aktiv und yin = passiv eine wichtige Polarität. Yang steht für die funktionell-dynamische Seite des Menschen und Yin für die materiell-erhaltende.

Im Verständnis der chinesischen Medizin stehen Yin und Yang in einem stetigen Wechselverhältnis miteinander. Sie bedingen sich gegenseitig, das eine geht aus dem anderen hervor und in das andere über, das eine ist jeweils bereits im anderen enthalten.

In der Monade wird das harmonische Wechselspiel von Yin und Yang symbolisiert. Selbst in der stärksten Ausdehnung des Yin ist das Yang schon wieder enthalten ( weißer Punkt ) und umgekehrt, das heißt, es gibt nicht das Yin ohne Yang und kein Yang ohne Yin.

Sind Yin und Yang im Gleichgewicht, ist der Mensch gesund. Krankheiten treten auf, wenn das Zusammenspiel der beiden Pole aus dem Takt gerät. TCM-Ärzte sprechen von Yin-Yang-Disharmonien und versuchen, dieses Gleichgewicht durch geeignete Maßnahmen wiederherzustellen beziehungsweise es zu erhalten.